Atterrir ! 2018

LAND !

ATTERRIR: eine künstlerische Ausstellung in der natürlichen Umgebung vom Verein vorgeschlagen Daedalus Netzwerk, um über die Entwicklung unserer relationalen Subjektivitäten, individuell und kollektiv, über das Land, das uns empfängt, nachzudenken.

Von Sonntag, 21. Oktober bis Sonntag, 4. November 2018 im Zentrum für die Initiierung von Natur und Umwelt – Die Mühle in Lutterbach (Mulhouse Elsass Agglomeration, 68)

Mit Werken und Beiträgen von Brigitte Bourdon, Robert Cahen, Marie Freudenreich, Emmanuel Henninger, Quentin Lacroix, Bernard Latuner, Porte Renaud, Mickaël Roy, Siam Angie

Und mit der Teilnahme von Claire Audhuy, Christoph de Barry (Hans Lucas), Baptiste Cogitore, Eric Domenicone, Abdesslam Mirdass, Yseult Welschinger, Serge Lipszyc

Diese Ausstellung vereint eine Sammlung von Kunstwerken und Performanzen, deren gemeinsamer Nenner darin besteht, die Aufmerksamkeit der Zeitgenossen auf Formen, Bilder und Handlungen zu lenken, die eine enge Beziehung zum Naturempfinden und noch unmittelbarer zum natürlichen Lebensraum eingehen: Entweder die Werke repräsentieren es, sie fügen sich ein oder durchschreiten es, oder aber sie hören den Beklagten und beschützen ihn.
Diese Ausstellung schlägt vor, Artefakte, visuelle Konstruktionen und menschliche Einstellungen, die an der Komposition unserer inneren Welten (unserer individueller und kollektiver Subjektivität) teilhaben, nebeneinander gleichwertig koexistieren zu lassen und sie in Kontakt zu bringen mit den betroffenen äußeren Welten. Welten, von Naturzuständen durchströmt, meist stark anthropisiert, oder in Versprechen eines anthropozänen Zeitalters.
Dies ist der Fall bei den ausgestellten bzw. noch entstehenden Kunstwerken im Garten von „C.I.N.E – Le Moulin“, für die es zwei Möglichkeiten gibt; sei es, dass sie mit Wohlwollen oder aber Negativität diskutiert werden. Währenddessen dienen die im Inneren des Ausstellungsortes präsentierten Werke dazu, Zwischenrufe zu sein und somit die verschiedenen Betrachtungsweisen zu bündeln, wie Menschen aus Entfernung und/oder mit Empathie auf das schauen, was der Mensch als „Natur“ definiert. Diese Koexistenz von natürlichen und kulturellen Formen suggeriert, dass Handlungen zugunsten von Umwelt und Natur zuallererst eine Bewusstseinsbildung sind und dass dieser Zustand durch Repräsentationen, Tatsachen, Dokumentationen oder Beiträge zur Konstruktion eines Imaginären genährt werden, sodass er schließlich in Aktionen umgewandelt wird. So ermöglicht die Ausstellung „ATTERRIR“ (deutsch für „landen“) die Entstehung eines Ortes, in dem die Verbindung zur „Erde“ reflektiert werden kann. Durch vermittelnde Bilder und direkte Aktionen werden wir also eingeladen, darüber nachzudenken, inwiefern uns die Ökosophie mit dem „Lebendigen“ verbindet.